Ablehnungsbegründung

Teufel

https://teufel.de

Abgelehnt am 08.09.2026, 20:03

Einleitung

Bei Teufel handelt es sich um die Lautsprecher Teufel GmbH mit Sitz in der Budapester Straße 44 in 10787 Berlin. Das 1979 von Peter Tschimmel gegründete Unternehmen ist ein bekannter Hersteller von Lautsprechern, Kopfhörern, Soundbars und Heimkinosystemen, der seine Ware im Direktvertrieb über einen eigenen Onlineshop und mehrere Ladengeschäfte verkauft. Der Firmensitz liegt in Europa, sodass das Sitzkriterium erfüllt ist. Ausschlaggebend für die Ablehnung sind zwei andere Punkte.

Ablehnungsgründe

Unternehmensgröße deutlich über der Obergrenze

Die Aufnahmekriterien nennen als Orientierung eine Belegschaft von rund 100 Mitarbeitenden, klar über 150 bedeutet Ablehnung. Teufel beschäftigt nach eigener Darstellung mehr als 300 Fachkräfte [1]. Die englische Wikipedia nennt für 2021 mehr als 367 Beschäftigte [2]. Bereits 2017 arbeiteten dort rund 200 Menschen bei einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro [3]. In einem Interview von 2025 wird Teufel als größter deutscher Unterhaltungselektronik-Hersteller mit einem Umsatz in der Größenordnung von 170 bis 200 Millionen Euro beschrieben [4]. Damit überschreitet der Betrieb die Größenordnung eines überschaubaren kleinen oder mittleren Ladens sehr deutlich.

Kontrolle durch eine Beteiligungsgesellschaft

Teufel wird nicht eigenständig geführt, sondern steht unter der Kontrolle von Finanzinvestoren. 2018 übernahm die französische Private-Equity-Gesellschaft Naxicap Partners das Unternehmen, das zuvor seit 2010 zur Beteiligungsgruppe HG Capital gehörte [3]. Der amtierende Geschäftsführer bestätigt öffentlich den Einfluss des Investors auf die Ausgabenpolitik [4]. Die Datenbank Die Deutsche Wirtschaft führt Teufel ausdrücklich unter den deutschen Unternehmen in Investorenbesitz [5]. Die Aufnahmekriterien schließen Betriebe unter Kontrolle von Beteiligungsgesellschaften oder Venture Capital ausdrücklich aus.

Schluss

Teufel erfüllt zwar das Sitzkriterium und betreibt einen eigenständigen Onlineshop, verfehlt aber gleich zwei harte Ausschlusskriterien. Der Betrieb beschäftigt mehrere hundert Menschen und wird von einer Private-Equity-Gesellschaft kontrolliert. Eine Aufnahme in das Verzeichnis kleiner und mittlerer eigenständiger Läden ist damit ausgeschlossen.

Quellen

[1] https://www.karriere.at/f/lautsprecher-teufel: Arbeitgeberprofil mit Angabe von mehr als 300 Fachkräften, Stand: 2026-05-01 [2] https://en.wikipedia.org/wiki/Teufel_Audio: Unternehmensprofil, mehr als 367 Beschäftigte 2021, Stand: 2026-05-01 [3] https://mysoundbook.eu/lautsprecher-teufel-seit-1979-wurde-2018-von-naxicap-partners-uebernommen/: Übernahme durch Naxicap Partners 2018, rund 200 Mitarbeitende, über 100 Millionen Euro Umsatz 2017, Stand: 2026-05-01 [4] https://www.lowbeats.de/wie-deutschlands-groesste-ue-marke-der-krise-trotzt-interview-mit-teufel-ceo-sascha-mallah/: Interview mit Geschäftsführer Sascha Mallah zu Umsatz und Investor, Stand: 2026-05-01 [5] https://die-deutsche-wirtschaft.de/unternehmen/lautsprecher-teufel-gmbh-berlin/: Firmendatenbankeintrag, Sitz Berlin, Investorenbesitz, Stand: 2026-05-01 [6] https://www.northdata.com/Lautsprecher%20Teufel%20GmbH,%20Berlin/Amtsgericht%20Charlottenburg%20(Berlin)%20HRB%2020271%20B: Handelsregisterdaten, Amtsgericht Charlottenburg HRB 20271 B, Stand: 2026-05-01